Computergrafik am Franz-Ludwig-Gymnasium

 


Einstieg in Gimp: Kombinieren von Bildern

Einleitung

Ein Teil eines Bildes soll in ein anderes integriert werden. Dabei werden einige grundlegende Prinzipien von GIMP (oder anderer Bildbearbeitungsprogramme) kurz angesprochen, so dass man einen Einblick in die wichtigsten Konzepte erhält.


Anleitung


Ein Zwischenstand

Das Ergbnis ist sicher nicht perfekt und beinhaltet auch noch Fehler (suchen Sie mal), aber ein Anfang ist gemacht. Alllein mit diesen Grundtechniken lässt sich schon viel erreichen. Probieren Sie zusätzlich fröhlich mit den anderen Werkzeugen und Filtern herum oder lernen Sie weitere Möglichkeiten hier kennen.

Oberfläche

Gimp verteilt sich (in zunächst ungewohnter Weise) über mehrere Fenster, deren Zweck im Folgenden nur grob erklärt wird - Ziel dieser Anleitung ist ein erster Überblick. In der neuesten Version ist eine Zusammenstellung dieser Fenster zwar prinzipiell möglich, für die Schritte in dieser Anleitung ist die Wahl der Darstellung aber unerheblich.


Die Bilder in dieser Anleitung wurden mit einer älteren Version von Gimp erstellt, das Aussehen von Oberfläche und Icons hat sich seitdem leicht verändert.


Auswahlen

Ist in einem Bild eine Auswahl aktiv, so wirken sämtliche Werkzeuge und Aktionen nur auf diesen Bereich, so dass gezielt bestimmte Regionen bearbeitet werden können. Das erstellen einer exakten Auswahl ist dabei oft der kniffligste Teil der Arbeit, danach einen Filter oder ein Werkzeug anzuwenden dann die Kür.


In diesem Fall kann man zunächst schlampig beginnen und eine grobe Auswahl um das zu transferierende Objekt zeichnen (z.B. mit dem "Lasso"). Dann wird der markierte Bereich wie in anderen Programmen auch kopiert und ins andere Bild eingefügt.


Ebenen

Die verschiedenen Elemente eines Projektes bearbeitet man am besten auch in verschiedenen Ebenen. Diese kann man sich wie einzelne, übereinander gelegte Folien vorstellen.


In unserem Fall ist das eingefügte Tierchen noch keine echte Ebene, sondern eine sogenannte schwebende Auswahl. Erst durch Klick auf den Schalter für neue Ebene wird diese Auswahl zur Ebene.


Alternativ könnte der Ausschnitt in der vorher aktiven Ebene mit dem Anker integriert werden. Von der auftauchenden gelb-schwarzen Linie sollte man sich nicht irritieren lassen, das ist nur die Grenze der momentan aktiven Ebene (Ebenen müssen nicht gleich groß sein).


Ebenenmasken

Nun muss das Objekt sauber ausgeschnitten werden. Dies wäre über Auswahlen oder einfach mit dem Radiergummi möglich. Ebenenmasken sind aber viel flexibler einsetzbar.


Durch Rechtsklick auf die neue Ebene kann im erscheinenden Menü eine solche Ebenenmaske hinzugefügt werden, die zunächst recht harmlos aussieht. Es handelt sich um ein Graustufenbild, das steuert, wo die Ebene sichtbar (weiß) und wo unsichtbar (schwarz) bleiben soll bzw. teilweise Transparent (Graustufen). Da man aber beim Malen in der Maske nie das Bild in Mitleidenschaft zieht gehen keine Informationen verloren - verschwundene Bildteilen können durch Malen mit Weiß in der Maske wieder sichtbar gemacht werden.


Durch Klicken auf Bild oder Maske kann gewählt werden, worin gearbeitet werden soll. Klicken mit gehaltener Alt- bzw. Strg-Taste auf die Maske kann deren Wirkung abschalten bzw. die Maske selbst im Bildfenster anzeigen. Man sollte stets darauf achten, ob man gerade Bild oder zugehörige Maske ausgewählt hat, bevor man zu größeren Operationen ansetzt.


Jetzt kann durch Benutzung eines normalen Pinsels in der Maske (aber auch nahezu alle anderen Werkzeuge und Filter sind einsetzbar) das Tierchen besser ausgeschnitten werden.


Ebenenmodus

Damit das neue Objekt sich besser einfügt fehlt in den meisten Fällen unter anderem der passende Schatten. Diesen malt man schlauer Weise in eine neue Ebene, die zwischen die beiden vorhandenen gelegt wird. Den „Modus“ dieser Ebene schalten wir auf Multiplizieren oder Abdunkeln, denn so überdeckt sie den Hintergrund nicht einfach, sondern verändert nur dessen Helligkeit. Es gibt viele andere Modi, die neue Möglichkeiten eröffnen. So kann eine Ebene im Modus Farbe eben diese gezielt abändern, behält aber die Helligkeit bei.


Nun kann in der neuen Ebene, am besten mit einem weichen Pinsel und mit wenig Deckkraft nach und nach der Schatten angelegt werden. Da in dieser Ebene nur der Schatten liegt sind auch hier Korrekturen möglich, ohne andere Teile der Zusammenstellung in Mitleidenschaft zu ziehen.